6
/
1/2012

Brokers Bierbörse

Wer beim Vorbeigehen einen Blick hinter die Scheiben der selbsternannten Hauptstadtkneipe in Berlin Mitte wirft, mag ob der zahlreichen Monitore eine gewöhnliche Sportsbar mit ebenso sportlicher Ausrüstung erkannt haben. Tatsächlich ist mindestens ein Bildschirm von jedem Platz aus einsehbar, sogar von der ausrangierten, vergilbten Rauchertelefonzelle in einer Ecke. Jedoch geraten auf diesen Bildschirmen keine Fußballspielern ins Taumeln, sondern die Preise der angebotete Biersorten. Gefunden ist Berlins Bierbörse.

Berliner Republik
Kurse

Wie am echten Markt regeln Angebot und Nachfrage den Preis. Ordert der Broker alias Besucher eine bestimmte Sorte (der Begriff "bestellen" ist tabu), kauft er zum derzeit angezeigten Kurs. Aus der verbliebenen verkleinerten Angebotsmenge ergibt sich eine Preissteigerung, die sich im Kurs der Sorte für der nächsten sechsminütigen Periode niederschlägt. Sind dagegen weniger Broker bereit sich einer bestimmten Biersorte zu bedienen, führt die gesunkenen Nachfrage zu einem niedrigeren und somit attraktiveren Preis. Ergo: Aufmerksame Beobachter trinken günstiger. Und Spekulanten trocknen die Kehle bis zum Börsencrash!


Paul-Löbe-Haus Oldtimer Bellevue - Schöne Aussicht?
+

Einen Kommentar hinzufügen

Name: 
eMail*: 
Wie viel ist 1 + 2? 
 

*) Die eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht.